KitaKrippe Nimmersatt, Bieberer Straße 39, 63065 Offenbach
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Wickelkonzept 

Kleinkinder, die seltener frische Windeln bekommen, neigen vermehrt zu Harnwegsinfekten.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus Japan (bei Kindern im Alter zwischen zwei Monaten und zweieinhalb Jahren). „Wenn Babys nur urinieren, wechseln Eltern meist nicht so oft die Windeln, erst beim ‚großen Geschäft’. Dann haben Babys länger eine nasse Hose. Dadurch kann der Unterleib unterkühlt werden, die Blasenschleimhaut wird weniger durchblutet und Keime können leichter eindringen“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Meist spielen mehrere Faktoren, wie z.B. eine Bakterienbesiedelung, eine Rolle, bis es zu einer Harnwegsinfektion kommt. Auch das Zurückhalten des Harns kann eine Blasenentzündung fördern.

In vielen Fällen entsteht eine Windeldermatitis, wenn die Windel nicht oft genug gewechselt wird. 

Denn die Haut unter einer feuchten Windel ist einigen Belastungen ausgesetzt. Die Nässe auf der Haut bringt diese zum Aufquellen und macht sie anfälliger für mechanische Reize. Zudem wird die natürliche Barrierefunktion der Haut angegriffen, so dass Fremdstoffe leichter eindringen können. Hinzu kommen hautschädigende Stoffe aus dem Urin und Stuhl. Der im Urin enthaltene Harnstoff wird zu Ammoniak gespalten. Dadurch steigt der pH-Wert und die Haut laugt, ähnlich wie durch zu häufiges Waschen mit Seife, aus. Bestimmte Verdauungsenzyme, die im Stuhl verbleiben, verstärken den auslaugenden Effekt. Das hat direkte Auswirkungen auf den natürlichen Säureschutzmantel und die Barrierefunktion der Haut. Ist der Säuremantel erst einmal angegriffen, so haben Krankheitserreger wie Pilze und Bakterien gute Voraussetzungen, um sich anzusiedeln. Aber auch das Risiko für Unverträglichkeitsreaktionen zum Beispiel auf bestimmte in Pflegeprodukten enthaltene Duft- und Konservierungsstoffe steigt. Eine Windeldermatitis als allergische Reaktion auf die Windeln selbst ist sehr unwahrscheinlich, da bei alle gängigen Windeln auf eine non-allergene Zusammensetzung der Inhaltsstoffe geachtet wird.

Der Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. empfiehlt ein Wechseln der Windel spätestens alle 3-4 Stunden. Demzufolge ergeben sich für unsere Arbeit drei garantierte Wickelzeiten, bei einer Öffnungszeit von neun Stunden am Tag. Darüber hinaus wickeln wir Ihr Kind selbstverständlich auch nach Bedarf.

Der Beginn der Sauberkeitserziehung eines Kindes wird mit den Eltern oder seitens der Eltern mit den Erziehern abgesprochen.


Quellen:

  • http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=3115&nodeid=26 
  • Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. , http://www.dha-allergien.de/impressum.html